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Geschichte der Förderergesellschaft
Vor über 50 Jahren trat am 11. April 1957 die Gründungsversammlung der Förderergesellschaft für Fleischforschung in Frankfurt/Main zusammen. Ort der Zusammenkunft war nicht die Bundesanstalt, sondern die damalige Einfuhr- und Vorratsstelle in der Adickesallee (EVSt, heute als BLE in Bonn). Der Ideengeber und Motor dieser Initiative war Prof. Dr. Reinhold Grau, der als Leiter des Instituts für Chemie und Physik durchaus einen Blick für die Praxis hatte. Prof. Grau hat bis heute einen großen Namen. In seiner wissenschaftlichen Arbeit erhellte er als erster die Ursachen der Saftverluste von Fleisch, seine entsprechende Nachweismethode wird weltweit in wissenschaftlichen Instituten angewendet.

Nach der Gründung brauchte die innere Organisation der Förderergesellschaft noch ein wenig Zeit, aber mit der Wahl des ersten Vorstandes im Mai 1959 waren alle Voraussetzungen geschaffen. Als erster Vorsitzender stellte sich damals der Bayerische Landesinnungsmeister Hans Insenhöfer zur Verfügung. Er hatte dieses Amt bis 1967 inne. Ihm zur Seite stand u. a. der namhafte Fleischwarenfabrikant Karl Schweisfurth sen., Fa. Herta, der sich ebenfalls jahrelang für die Förderergesellschaft einsetzte. In der Folgezeit lenkte vor allem Dr. Gotthard Hilse die Geschicke der Gesellschaft. Neben seiner Aufgabe als Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Fleischwarenindustrie erfüllte er das Amt des Vorstandsvorsitzenden von 1975 bis 1994 mit kräftigem Leben. In dieser ganzen Zeit begleitete ihn als Geschäftsführer Dir. und Prof. Dr. Fritz Wirth, der im Hauptamt Leiter des Kulmbacher Instituts für Technologie war.

Mit zunächst lediglich 34 Mitgliedern im Jahr 1959 wuchs die Förderergesellschaft rasch an. Heute zählt sie auf einen Bestand von ca. 750 Mitgliedern aus dem Handwerk, der Schlacht- und Verarbeitungsindustrie, aus der Zulieferindustrie und dem Handel sowie der Landwirtschaft, aber auch aus der staatlichen Verwaltung und Überwachung, aus den Universitäten und Fachhochschulen. Die Ziele der Förderergesellschaft sind ideell, aber für die Forschungsinstitute in Kulmbach durchaus fassbar. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Forschungsprojekte durch die Förderergesellschaft gefördert. Insbesondere die Projekte, die bei der „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AIF)“ eingebracht wurden, werden jeweils mit 10 % von der Förderergesellschaft bezuschusst. Gerade diese Projekte kommen der beteiligten Wirtschaft unmittelbar zugute. „ Unsere Förderergesellschaft zeigt, wie sich kleine Einzelbeiträge zu großen Effekten summieren“, kommentierte der Standortkoordinator der BfEL, Standort Kulmbach, Dir. und Prof. Dr. Wolfgang Branscheid. Durch die finanziellen Schubkraft der Förderermittel seien zahlreiche Arbeiten in Gang gebracht worden, beispielsweise zu den Handelsklassen von Fleisch, zu Pökeln, Räuchern und Reifen von Fleischwaren, zu Fragen von Schadkeimen und Starterkulturen und zu den Grundlagen der Fleischqualität bis hin zu den kostenträchtigen Qualitätsabweichungen.
 
 
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